Am 3.Spieltag der 3.Liga sicherte sich der MSV Duisburg in der heimischen Schauinsland‑Reisen‑ Arena gegen den SSV Ulm einen dramatischen 2:1‑Heimsieg – und das obwohl die „Zebras“ fast eine Halbzeit in Unterzahl spielten.
Der Jubelsturm beginnt mit der 23. Minute! Nach einer punktgenauen Flanke von Christin Viet steigt Kaptitän Ali Hahn im Strafraum hoch – und wuchtet den Ball per Kopf zum 1:0 in die Maschen! Das Stadion tobt, die Fans reißen die Arme hoch, pure Ekstase auf den Rängen. Der MSV belohnt sich für mutige Anfangsminuten, die Ulmer Spatzen sind geschockt. Es ist der Treffer, der Spieler und Fans gleichwohl elektrisiert und früh das blau-weiße Feuer auf den Rängen entfacht.

MSV-Neuzugang Dennis Borkowski erlebt in kurzer Abfolge einen Albtraum in zwei Akten. Erst das rustikale Einsteigen gegen den Ulmer Niklas Kölle – Gelb in der 25. Minute. Hart, aber vertretbar. Doch was dann folgte, läßt selbst erfahrene Zuschauer ungläubig zurück: Ein unnötiges Ball-Wegspitzeln beim Einwurf, erneut Gelb = Gelb-Rot. Der Stürmer Borkowski steht regungslos da, ein ungläubiger Blick bei Trainer Dietmar Hirsch – Fassungslosigkeit pur.
Nun schlugen die Emotionen bei den Zebras um: vom Kampfgeist zur Kopflosigkeit. Statt Impulsgeber wurde Borkowski so zum tragischen Gesicht des Spiels. Der MSV musste nun in Unterzahl weitermachen und aufpassen nicht unter die Räder des Zweitligaabsteigers zu kommen.

Nach dem Platzverweis für Borkowski gingen die Ulmer mit Rückenwind in die zweite Halbzeit. Der SSV Ulm erhöhte Tempo und Druck, ließ den Ball laufen und schob mutig nach vorn. Der Ausgleich durch den Ulmer Elias Löder in der 75. Minute war folgerichtig – Ulm schien das Spiel nun komplett drehen zu können. Doch statt entschlossen nachzulegen, agierte das Team zunehmend nervös, ließ Präzision und Zielstrebigkeit vermissen. Duisburg dagegen verteidigte leidenschaftlich, lauerte auf den Moment – und nutzte ihn eiskalt: In der 90. Minute (+2.) landete eine verunglückte Abwehraktion der Ulmer im Strafraum vor den Füßen von Thilo Töpken, der dann nicht lange fackelte und zum 2:1 abschloß!


Was dann folgte, war fast mit den tollen Last-Minute-Siegen durch die legendären Treffer von „Tornado“ Tönnies zu vergleichen. Jubel, Erleichterung und unbändige Freude bei knapp 20 000 Fans. Trainer Dietmar Hirsch wirkte nach dem Spiel bei der Pressekonferenz sichtlich erleichtert und stolz auf die mentale Reife seiner Mannschaft, nach Unterzahlspiel bis zum Abpfiff, dennoch an den Sieg zu glauben.

So haben sie gespielt
MSV Duisburg: Maximilian Braune – Tobias Fleckstein, Can Coskun (82`, Mert Göçkan), Joshua Bitter, Alexander „Ali“ Hahn (C), Rasim Bulić, Christian Viet (72`. Symalla), Tim Heike (61`. Töpken), Steffen Meuer (82′, Conor Noß), Dennis Borkowski (Gelb–Rot, 45.+2), Patrick Sussek (73`. Tugbenyo)
SSV Ulm: Christian Ortag – Jonas David, Marcel Seegert, Max Scholze (29`, Wenig), Jan Boller (46`, Jonathan Meier), Dennis Chessa (46`, André Becker), Dennis Dressel (C), Max Julian Brandt, Niklas Kölle (29. Wenig), Lucas Röser (66`, Paul‑Philipp Besong), Elias Löder (90´+2´, Ben Westermeier)
Ergebnis: 2:1 (1:0)
Kleiner Ausblick auf den 4. Spieltag
Bereits am Samstag, 30. August 2025, trifft der MSV auswärts auf den SC Verl – Anpfiff um 14:00 Uhr. Nach einem makellosen Saisonstart mit drei Siegen und 7:1 Toren führen die Zebras die Tabelle an – ein potenzieller Startrekord winkt zudem. MSV-Coach Hirsch wird sein Team trotzdem spüren lassen: „Weiter fokussiert bleiben“, lautet die Devise – denn Auswärts bei Verl gilt es, die Euphorie in Punkte zu verwandeln.
Fazit
Der aktuelle Tabellenführer zeigt Kämpferherz, spielerische Klasse und unbändiger Teamgeist, Die Zebras sind nicht nur mental stark, sondern bereit, auch den nächsten Schritt zu gehen. In der Pressekonferenz verrät Trainer Dietmar Hirsch, dass das ausgemachte Ziel das Erreichen von 45 Punkte sind. Dann wird man sehen…
Text & Photos: © MMB/Below
















