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ANDRÉ SCHWEERS – Flüstern der Landschaft ( Museum DKM )

André Schweers – Flüstern der Landschaft
Im Verweben von Vergangenheit und Gegenwart entwickelt André Schweers das charakteristisch Neue, eine unverkennbare visuelle Ausdrucksform, seine Bildsprache. Sie eröffnen vielfältige Assoziationsräume und ermöglichen, innerhalb unserer kontemplativen Museumssammlung neue, zeit- und kulturübergreifende Verbindungslinien zu ziehen.
Linien stiller Schönheit – Das Museum DKM.
Jedes Anhäufen, jedes Ablagern von Material trägt die Spuren menschlichen Handelns in sich. Der einzelne Gegenstand wird aus seiner ursprünglichen Funktion herausgelöst und in einen neuen formalen Zusammenhang überführt. In diesem Prozess wird Gegenwart verdichtet und zum Sediment von Geschichte. Die äußere Struktur der Werke ist dabei nicht nur Form, sondern zugleich Zeugnis dieser Umwandlung und ihr stilles Archiv.
Seit über einem Jahrzehnt bilden Höhlen- und Wabenstrukturen einen zentralen Bezugspunkt im Werk von André Schweers. Prägende Impulse erhielt der Künstler unter anderem auf einer Reise nach Kappadokien (Zentralanatolien in der Türkei), bei der er die Höhlen von Göreme besuchte. Die Begegnung mit diesen archaischen Räumen – Ausdruck eines frühen menschlichen Gestaltungswillens – wirkt bis heute nach. Schweers entdeckt diese Urformen immer wieder neu: auf den Ausgrabungsstätten kretisch-minoischer Kulturen, im historischen Mauerwerk mittelalterlicher Burgen oder in den französischen Taubentürmen, den Pigeonniers oder Colombiers, die sich seit dem Mittelalter als eigenständige architektonische Typologie etabliert haben. Charakteristisch ist ein streng geordnetes Raumsystem, in das die Spuren von Zeit und Vergänglichkeit eingeschrieben sind.
Auch wenn die gegossenen und pigmentierten Reliefs Assoziationen an Taubentürme, Bienenkörbe, Höhlensysteme oder urbane Modelle hervorrufen, liegt ihr formaler Kern in einem elementaren Motiv: dem Bogen. Als eine archetypische, von Menschenhand entwickelte Form steht er für statische Stabilität und Dauer. Bis heute begegnet er in archaischen Behausungen und Grabanlagen, in antiken Viadukten und Aquädukten sowie in historischen Torbauten – als ein Motiv, das Zeit überdauert und Geschichte trägt.
Tickets: https://museumdkm.de/booking
Quelle: Museum DKM
Photo: © MMB/Below
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