Gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Fortbildungskurses des Landesamts für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW (LAFP) hat der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Mettmann am Donnerstag (31. Juli 2025) eine Verkehrskontrolle mit dem Schwerpunkt auf Drogenmissbrauch am Steuer durchgeführt.
Auf dem Gelände der Straßenmeisterei Ratingen an der Brachter Straße kontrollierten die Polizistinnen und Polizisten insgesamt 61 Fahrzeuge. Bei mehreren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern ergab sich der Verdacht auf einen vorangegangenen Drogenkonsum, weshalb vor Ort Urin- oder Speicheltests durchgeführt wurden.
In zehn Fällen fielen die Drogen-Schnelltests positiv aus, weshalb zur weiteren Beweissicherung Blutproben entnommen wurden und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurden. Bei einem Erstverstoß drohen den Betroffenen ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg, ein einmonatiges Fahrverbot sowie eine Meldung an die Führerscheinbehörde.
Im Verlauf der Kontrolle entdeckten die Polizistinnen und Polizisten bei einigen Autos auch technische Mängel oder unzulässige Veränderungen. Ein Auto wurde wegen deutlich zu hoher Lautstärke bei einer amtlich anerkannten Prüfstelle vorgeführt, um eine beweissichere Schallpegelmessung durchzuführen. Jeweils eine Strafanzeige erhielten zwei Fahrer wegen des Fahrens ohne Versicherungsschutz und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Bei der gemeinsamen Verkehrskontrolle verschiedener Behörden (in der Brachter Straße in Ratingen-Homberg) fiel den Einsatzkräften der Fahrer (42) eines gelben Citroëns auf, der glasige und gerötete Augen hatte. Zudem zitterte er stark und schwitzte außergewöhnlich viel. Ein Drogenvortest auf Kokain war positiv.
Aufgrund des positiven Ergebnisses wurde der 42-jährige Grieche in einen Aufenthaltsraum der Polizei gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen werden sollte. Nachdem der Mann sich zunächst freiwillig hingesetzt hatte, sprang er plötzlich auf und ergriff die Flucht. Weit kam er nicht, denn die Beamten konnten seinen Versuch unterbinden.
Der 42-Jährige begann, mit Fäusten um sich zu schlagen, und ließ sich auch durch das Zusprechen der Polizisten nicht beruhigen. Mit seinen Ellbogen stieß er einen Beamten schließlich so fest, dass dieser sich eine leichte Verletzung an der Hand zuzog. Die Polizisten fixierten den Mann und durchsuchten ihn. Dabei fanden sie mehrere Bubbles mit Heroin sowie Pregabalin-Tabletten.
Anschließend wurde ihm dann die Blutprobe entnommen. Der leicht verletzte Beamte verblieb dienstfähig. Der Grieche muss sich nun mit Verfahren wegen des Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte auseinandersetzen.
Quelle: Polizei Duisburg/Kreispolizeibehörde Mettmann
Photo: © Polizei (Archivbild)

