Gemeinsam mit mehreren Volkshochschulen hat die Emschergenossenschaft in speziellen Zertifikats-Lehrgängen Botschafterinnen und Botschafter des neuen blaugrünen Lebens an der Emscher ausgebildet. Die „Emscher-Guides“ zeigen nun auf geführten Touren, was es mittlerweile alles an dem einst offenen Schmutzwasserlauf zu erleben gibt: Zu Fuß erkunden die Teilnehmenden die Renaturierungsprojekte entlang der Emscher und erfahren mehr über die Geschichte des Flusses und wie Hochwasserschutz, Artenvielfalt und Bildungsangebote mit naturnahen Erholungsmöglichkeiten von der Emschergenossenschaft und ihren Partnern in Einklang miteinander gebracht werden.
Die Touren können ab sofort gebucht werden – sie dauern etwa 90 Minuten und finden an folgenden Standorten statt: am Phoenix See (Dortmund-Hörde), an den Emscher-Auen (Dortmund-Mengede/Castrop-Rauxel-Ickern), im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park „Emscherland“ (Castrop-Rauxel/Recklinghausen) und an der neuen Emscher-Mündung in den Rhein (Dinslaken/Voerde).
Die Touren mit den Emscher-Guides sind für Gruppen von 10 bis 25 Personen über den Besucher*innen-Service der Emschergenossenschaft↑ buchbar. Zusätzlich gibt es an ausgewählten Terminen Führungen mit den Emscher-Guides an der Emscher-Mündung und im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park „Emscherland“ für Einzelpersonen.
Die Anmeldung hierfür erfolgt direkt über die jeweiligen Tourismusbüros: Die Tour „Die neue Emscher-Mündung entdecken“ kann über das Tourismusbüro Dinslaken↑ angefragt werden, die Tour „Blaugrünes Emscherland: vom Emscher-Umbau zum Natur- und Wasser-Erlebnis-Park“ über das Tourismusbüro Recklinghausen↑ (ab Ende April 2026).
Die neue Emscher-Mündung (Dinslaken und Voerde)
Einst floss die Emscher schnurgerade und in einem Korsett aus Steinplatten (Köttelbecke) gefangen in Richtung des nahezu monumentalen Absturzbauwerks, über das sich der zentrale Fluss des Ruhrgebietes in den Rhein ergoss. Das gehört heute der Vergangenheit an!
Nachdem die Emschergenossenschaft bereits im November 2022 die neue, um rund 500 Meter nach Norden verlegte Mündung der Emscher in den Rhein einweihen konnte, sind im Sommer 2025 auch die letzten Arbeiten an der neuen Aue abgeschlossen worden. Das Großprojekt, bei dem der Wasserwirtschaftsverband rund 85 Millionen Euro in die Verbesserung des Hochwasserschutzes und die Förderung der Artenvielfalt investierte, beinhaltete nicht nur die Verlegung der Mündung – vielmehr ist ein komplett neues, blaugrünes Emscher-Delta entstanden.

Ein Natur-Idyll, das längst im umfangreichen Maße zur Wiederbesiedelung der Emscher mit Fischen aus dem Rhein beigetragen hat.
Quelle: Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV)
Photos: © Rupert Oberhäuser/EGLV

