Die Fußballfamilie, insbesondere der MSV Duisburg, steht unter Schock. Mit Georg Koch verlässt uns eine der prägendsten Torwart-Persönlichkeiten der Bundesliga der 90er und 2000er Jahre im Alter von nur 54 Jahren. Wie bekannt wurde, verlor Koch nach langer schwerer Krankheit den Kampf gegen den Krebs. Ein Kämpfer, der auf dem Platz nie aufgab, hat nun seine letzte Reise angetreten. Die Nachricht löste in Duisburg und bei seinen vielen ehemaligen Stationen tiefe Trauer aus.
Ein Zebra mit Herz und Biss

Für den MSV Duisburg war Georg Koch weit mehr als nur ein Rückhalt zwischen den Pfosten. Zwischen 2004 und 2007, sowie während seiner wichtigen Rolle beim Aufstieg 2005, verkörperte er den „Malocher“-Geist der Zebras wie kaum ein anderer. Seine Ausstrahlung, seine Lautstärke auf dem Platz und sein unbedingter Wille machten ihn beim Anhang an der Wedau schnell zum Publikumsliebling. „Aufgeben war für ihn nie eine Option“, heißt es in den Würdigungen der Weggefährten. Er war der emotionale Anker in turbulenten Zeiten.
Von der Fortuna über die Wedau in die Welt

Georg Kochs Karriere war bemerkenswert. Seine Bundesliga-Reise begann bei Fortuna Düsseldorf, wo er sich als junger Torwart etablierte und in den Jahren 1992 bis 1997 zum Rückhalt wurde. Es folgten Stationen bei Arminia Bielefeld und dem 1.FC Kaiserslautern, bevor er seine wohl prägendste Zeit beim MSV Duisburg erlebte.
Doch Koch war kein Torwart, der nur für einen Verein lebte. Seine Erfahrung führte ihn später schließlich ins Ausland. Ein besonderes Abenteuer war sein Engagement beim kroatischen Klub NK Dinamo Zagreb und SK Rapid Wien, wo er ebenfalls sportliche Erfolge feierte, bevor er seine Karriere nach einer schweren Verletzung (Knalltrauma und einen Kreislaufzusammenbruch nach einem Böllerwurf beim Spiel gegen FK Austria Wien) beenden musste. Danach folgten noch zahlreiche und erfolgreiche Trainerstationen als Torwarttrainer im In- und Ausland.
Ein letzter Gruß

Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Georg Koch dem Fußball verbunden und bewahrte sich seine direkte, ehrliche Art. Die Nachricht seines Todes, die am 5. März 2026 die Runde machte, hinterlässt eine Lücke bei Fans, Kameraden und Sportkollegen. Der MSV Duisburg verliert mit ihm einen echten Aufstiegshelden und einen Mann, der für bedingungslosen Einsatz stand.
Die gesamte Fußballwelt verneigt sich vor einem großen Sportsmann. Ruhe in Frieden, Georg Koch. Die Zebras werden dich nie vergessen.
Der MSV gedenkt seinem ex-Keeper vor dem Spiel gegen den 1.FC Saarbrücken am kommenden Sonntag mit einer Schweigeminute.
Text & Fotos: © MMB/Below

