Mit einer Präzision, die den Beginn einer neuen Ära im All markiert, ist die Menschheit dem Mond noch ein entscheidendes Stück nähergekommen. Das Orion-Raumschiff der NASA mit den Besatzungsmitgliedern der Artemis-II-Mission – den NASA-Astronauten Reid Wiseman (Kommandant), Victor Glover (Pilot) und Christina Koch (Missionsspezialistin) sowie dem Astronauten Jeremy Hansen (Missionsspezialist) der CSA (Canadian Space Agency) – ist am frühen Samstagmorgen um 2:07 Uhr (MEZ) vor der Küste Kaliforniens im Pazifischen Ozean erfolgreich zu Ende gegangen.

Die Artemis-II-Mission der NASA führte die vier Astronauten auf eine fast zehntägige Reise um den Mond und zurück zur Erde. Damit war dies der erste bemannte Flug in die Mondnähe seit dem Ende des Apollo-Programms vor über 50 Jahren. Die Kapsel trat mit einer Geschwindigkeit von rund 39.500 km/h in die Erdatmosphäre ein, wobei der Hitzeschild Temperaturen von bis zu 2.800 Grad Celsius standhielt, bevor die Fallschirme die Orion sicher auf die Meeresoberfläche des Pazifiks gleiten ließen.

Nach der Wasserung arbeiten Teams der NASA, der US-Marine und der US-Luftwaffe daran, die Besatzungsmitglieder und das Raumschiff Orion an Bord der USS John P. Murtha zu bringen. Die Bergungsoperation im Pazifik verlief nach Protokoll und unterstrich die reibungslose Kooperation zwischen zivilen Raumfahrtbehörden und militärischen Unterstützungseinheiten.
Dieser Erfolg bildet nun das technologische Fundament für die kommenden Schritte: Die beiden Mondmissionen Artemis III (2027) und Artemis IV (2028) sind bereits in der Planung. 2028 soll dann die Landung auf dem Mond stattfinden. Mit der Rückkehr von Wiseman und seinem Team ist bewiesen, dass das Orion-System bereit ist, Menschen nicht nur in den Orbit, sondern sicher durch den tiefen Weltraum und wieder nach Hause zu befördern.
Quelle: NASA
Photos: © Bill Ingalls / NASA

