Nach zwei Jahren und zehn Monaten Bauzeit übergab die Stadt Duisburg gestern Abend das neue Regattahaus zum Auftakt der U23-Ruder-Weltmeisterschaften offiziell an den Sport. Die WM ist die erste internationale Veranstaltung, bei der das Gebäude vollständig in Betrieb ist.
Mit einem gemeinsamen Zukunftsversprechen bekannten sich die Stadt Duisburg, das Land Nordrhein-Westfalen und der organisierte Sport – vertreten durch den Landessportbund NRW, den Stadtsportbund Duisburg und den neu gegründeten Verein „Regatta Duisburg“ – zur gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft der Regattabahn. Der Verein wurde eigens gegründet, um hochkarätige Kanu- und Ruderregatten nach Duisburg zu holen und auszurichten.

„Die Regattabahn im Sportpark ist das traditionsreiche Herzstück der Sportstadt Duisburg. Sie gehört zur DNA unserer Stadt. Mit Rudern und Kanu sind hier zwei der erfolgreichsten deutschen Sportarten zu Hause. Und mit dem neuen Regattahaus ist diese Sportstätte, die in der Weltspitze ihresgleichen sucht, wieder bereit für die großen Wettbewerbe. Darauf kann ganz Duisburg stolz sein.“
– betonte Oberbürgermeister Sören Link betonte die besondere Bedeutung der Regattabahn für Duisburg.
„Schon vor hundert Jahren, im März 1926, setzten sich die Duisburger Wassersportvereine für eine Regattabahn ein, die internationalen Ansprüchen gerecht wird. Mit ihrer Idee überzeugten sie auch die Bürgerschaft sowie die Politik und legten damit den Grundstein für einen international anerkannten Sportstandort. Mit dem jetzt fertig gestellten Neubau ist diese weltweit herausragende Anlage fit für die nächsten Jahrzehnte“,
– blickt Sportdezernent Martin Linne auf die Historie zurück.

Mit dem neuen Regattahaus wird diese Geschichte unter modernen Bedingungen fortgeschrieben. Der Neubau bündelt zentrale Funktionen für die Durchführung großer Regatten. Dazu gehören zeitgemäße Arbeits- und Funktionsräume für Wettkampfleitung, Organisation und Verbände sowie ein neu ausgestattetes Vermessungszentrum. Auch energetisch erfüllt das Gebäude hohe Standards: Photovoltaikanlagen, energieeffiziente Kühldecken und eine moderne Gebäudetechnik ermöglichen unter optimalen Bedingungen einen nahezu energieneutralen Betrieb.

Mit einem neuen Logo erhält die Regattabahn zudem eine dauerhafte visuelle Identität. Als international renommierter Wettkampfort wird sie damit über einzelne Veranstaltungen hinaus klar erkennbar und als eigenständige Marke des Sportstandorts Duisburg sichtbar.
Insgesamt wurden rund 30 Millionen Euro investiert, zwölf Millionen davon durch das Land NRW.
„Wie im Leistungssport ist auch hier ein Platz an der Spitze kein dauerhafter Besitzstand. Tradition und internationaler Ruf allein reichen nicht aus, um auch in Zukunft zu den Besten zu gehören. Wer seinen herausragenden Status erhalten will, darf ihn deshalb nicht nur bewahren. Er muss ihn weiterentwickeln.“
– Dirk Schimmelpfennig, Referatsleiter Leistungssport in der Staatskanzlei, betonte, dass der internationale Ruf der Regattabahn zugleich ein Auftrag für die Zukunft sei.
Quelle: Stadt Duisburg
Photos: © Tanja Pickartz/Stadt Duisburg, © Ilja Höpping/Stadt Duisburg
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