Der MSV Duisburg hat am Mittwochabend seine Pflichtaufgabe in der zweiten Runde des Niederrheinpokals mit Bravour gelöst. Beim Bezirksligisten Rheydter SV feierte die Mannschaft von Cheftrainer Dietmar Hirsch einen kanterschicken 12:1 (5:0)-Erfolg und zog im Schongang in das Achtelfinale ein. Vor stimmungsvoller Kulisse im Mönchegladbacher Grenzlandstadion ließen die Meidericher Profis von der ersten Sekunde an keinerlei Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde.
Blitzstart bricht den Rheydter Widerstand
Anders als noch in der ersten Runde gegen den 1. FC Wülfrath, als sich die Zebras phasenweise schwertaten, funktionierte die Duisburger Tormaschine diesmal sofort. Gerade einmal zwei Minuten waren absolviert, als Jakob Bookjans nach feiner Vorlage des spielfreudigen Dennis Borkowski zur frühen Führung einschob. Der Blitzstart spielte dem Favoriten perfekt in die Karten. „Wir haben in beiden Halbzeiten relativ schnell getroffen und so früh den Widerstand gebrochen“, bilanzierte ein zufriedener Dietmar Hirsch nach dem Schlusspfiff.
Der MSV hielt das Tempo hoch und nutzte die personellen Rotationen für ein wahres Offensivfeuerwerk. Sturm-Rückkehrer Lex-Tyger Lobinger, der in der 3. Liga zuletzt eine Rotsperre abgesessen hatte, feierte ein perfektes Startelf-Comeback und erhöhte in der 15. Minute auf 2:0. Danach gehörten die Minuten vor der Pause Florian Krüger: Mit einem lupenreinen Hattrick schraubte er das Ergebnis noch vor dem Seitenwechsel auf 5:0 in die Höhe.
Bezirksligist spielt mutig mit – und belohnt sich
Trotz des brutalen Klassenunterschieds gebührt dem Rheydter SV und Trainer Arian Gerguri allerhöchster Respekt. Der Underdog verschanzte sich zu keinem Zeitpunkt ausschließlich am eigenen Sechzehnmeterraum, sondern versuchte im Rahmen seiner Mittel mutig mitzuspielen. RSV-Keeper Christoph Sikoswki verhinderte mit starken Paraden sogar Schlimmeres.
In der 55. Minute bebte das Grenzlandstadion schließlich: Der Rheydter Toptorjäger Branimir Galic zog aus zentraler Position ab und versenkte das Leder mit einem strammen Flachschuss zum umjubelten 1:7-Ehrentreffer im Kasten von MSV-Ersatzkeeper Toni Stahl. Ein Moment für die Ewigkeit für den Bezirksligisten, der zuvor durch Lobinger (47.) und ein weiteres Tor einstecken musste.
Duisburger Torhunger in der Schlussphase
Wer dachte, die Zebras würden nach dem Gegentreffer den Verwaltungsmodus einschalten, sah sich getäuscht. Dietmar Hirsch wechselte nach einer Stunde kräftig durch und brachte frische Kräfte, die den Druck sofort wieder erhöhten. Der eingewechselte Peter Remmert stellte postwendend den alten Abstand wieder her (64.), ehe Dominik Kother in der 76. Minute das 9:1 nachlegte.
In der Schlussviertelstunde rollte Welle um Welle auf das Rheydter Tor zu. Conor Noß machte es in der 82. Minute zweistellig, legte nur wenig später den elften Treffer nach, ehe erneut Remmert kurz vor dem Abpfiff den 12:1-Endstand besiegelte.
„Bei zwölf Toren kann ich nicht meckern“,
– schmunzelte Coach Dietmar Hirsch.
Für die Zebras steht nun eine wohlverdiente Verschnaufpause in der XXL-Länderspielpause an, ehe es im Achtelfinale im Oktober zum Oberligisten Blau-Weiß Dingden geht.
12:1 (5:0)
Quelle: Duisburg-Journal
Photo: MMB/Below (Symbolfoto)
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