Ein Blick über den Duisburger Tellerrand führt ins Münsterland. Der Ternscher See liegt im südlichen Münsterland, am Rand der Stadt Selm in Nordrhein-Westfalen. Im Sommer ist das Gebiet stark frequentiert, im Winter dagegen zeigt sich der See von einer Seite, die viele so nicht kennen – ruhig, weit und erstaunlich romantisch.
Sobald Frost einsetzt und Schnee die Ufer bedeckt, verändert sich die Stimmung spürbar. Das Wasser liegt still, Schilf und Bäume zeichnen feine Linien in die Landschaft, und über dem See liegt eine fast zeitlose Ruhe. Gerade in den frühen Morgenstunden oder gegen Nachmittag, wenn das Licht flach über die Wasserfläche fällt, entsteht eine winterliche Atmosphäre, die ihren ganz eigenen Reiz hat.

Ein Spaziergang rund um den See bietet genau das Richtige für einen kurzen Winterausflug – Bewegung an der frischen Luft, klare Sicht und wenig Ablenkung. Bleibt der Schnee einige Tage liegen, wirkt der See beinahe wie eine andere Landschaft – still und sehr stimmungsvoll.
Direkt am Ufer befindet sich ein Campingplatz, der in der kalten Jahreszeit kaum genutzt wird. Während er im Sommer das Bild des Sees maßgeblich mitprägt, tritt er im Winter in den Hintergrund. So lässt sich der Ternscher See einmal ohne Saisonbetrieb erleben – unverstellt und unüberhörbar still.

Der Ternscher See ist damit ein ideales Ziel für alle, die im Winter statt Action Atmosphäre suchen. Warme Kleidung, festes Schuhwerk und etwas Zeit reichen aus, um hier ein paar entschleunigte Stunden zu verbringen.
Quelle: Hildegard Grygierek / Redaktionsteam Duisburg-Journal
Photos: © H. Grygierek

