Die Spitzengruppe der 3. Liga rückt nach den jüngsten Ergebnissen des 11. Spieltags spürbar enger zusammen. Der MSV Duisburg führt das Klassement trotz eines schmerzhaften Rückschlags weiterhin an, spürt aber den Atem der rheinischen und saarländischen Konkurrenz im Nacken. Vor dem kommenden Heimspiel am Samstag, den 31. Oktober 2026 um 14:00 Uhr in der Schauinsland-Reisen-Arena, trennt die Top-Teams fußballerisch nur wenig. Kleinigkeiten und die Tiefe des Kaders werden den Ausschlag geben, wer sich dauerhaft oben festbeißt.
Wunden lecken an der Wedau
Das 1:2 beim FC Ingolstadt hinterließ Spuren. Trotz Überzahl ab der 34. Minute schaffte es das Team von Cheftrainer Dietmar Hirsch nicht, die Partie zu kontrollieren. Hirsch sparte nach Abpfiff nicht mit deutlichen Worten in Richtung Schiedsrichtergespann, räumte aber ein: „Deswegen haben wir nicht verloren.“ Der MSV agierte in der Schlussphase zu ideenlos, um den tiefstehenden Gegner entscheidend auszuhebeln. Dennoch bleibt der MSV mit 25 Punkten Tabellenführer und muss nun gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart wieder die gewohnte defensive Stabilität auf den Platz bringen.
Die Verfolger lauern im Gleichschritt
Direkt hinter den Zebras hat sich Viktoria Köln mit 23 Punkten als erster Jäger etabliert. Die Höhenberger bewiesen beim 3:1-Heimsieg gegen den SC Verl echte Moral, als sie einen späten Rückstand innerhalb der letzten zwanzig Minuten komplett drehten. Trainer und Mannschaft zeigten genau den Punch, den man für ein echtes Spitzenteam braucht. Nun reist die Viktoria zur TSG Hoffenheim II. Die Kraichgauer hingegen verließen den Platz am späten Sonntagabend bei Waldhof Mannheim mit 1:4 ohne Punkte und sacken in der Tabelle auf Platz 8 ab. Also muss gegen die Viktoria vor den heimischen Fans unbedingt ein Sieg her. Heißt wiederum für die Kölner im Dietmar-Hopp-Stadion verlieren verboten, wenn sie den Druck auf Duisburg hochhalten wollen!
Personeller Notstand an der Hafenstraße
Ein echtes Aufatmen gab es bei Rot-Weiss Essen. Das 1:0 gegen den SSV Jahn Regensburg war ein reiner Arbeitssieg, hielt RWE aber mit 21 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Die sportliche Situation stellt Uwe Koschinat jedoch vor massive Probleme. Die Ausfall-Liste liest sich wie ein Who-is-Who des Kaders: Zu den verletzten Max Geschwill, Aiman Dardari und Marvin Obuz gesellte sich nun auch noch Stürmer Jaka Cuber Potocnik. Koschinat musste gegen Regensburg bereits drei U19-Akteure auf die Bank setzen. Neuzugänge vor dem Winter schließt die Führungsetage laut Medienberichten vorerst aus. Am Sonntag wartet die Auswärtshürde bei der SG Sonnenhof Großaspach, die zuletzt mit 1:7 in Wiesbaden unterging.
Der Blick auf die Konkurrenz
Der 1. FC Saarbrücken verpasste durch das bittere 2:3 gegen den TSV Havelse die Chance, sich tabellarisch noch weiter zu verbessern. Fehler im Defensivverhalten bestrafte der Underdog konsequent, was Saarbrücken auf Rang fünf verharren lässt. Unterdessen kommt Hansa Rostock nicht über ein 1:1-Remis gegen Fortuna Düsseldorf hinaus. Den Hanseaten fehlt aktuell die nötige offensive Durchschlagskraft, um eine Serie zu starten.
Für den MSV Duisburg bietet das kommende Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II die ideale Gelegenheit, die Tabellenführung aus eigener Kraft zu verteidigen. Patzen die Zebras erneut, steht die Konkurrenz aus Köln und Essen bereit, den Platz an der Sonne zu übernehmen.
Quelle: Duisburg-Journal/Sport
Photo: © MMB/Below (Symbolbild)
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