Der MSV Duisburg hat im Audi Sportpark eine empfindliche und vermeidbare 1:2-Niederlage beim FC Ingolstadt quittieren müssen. Trotz einer über 50-minütigen Überzahl fand die Mannschaft von Trainer Dietmar Hirsch kein probates Mittel gegen das oberbayerische Defensivbollwerk. Ein blitzsauberer Start reichte am Ende nicht, weil die Abstimmung im Gegenpressing nachließ und der Gegner seine wenigen Umschaltmomente gnadenlos nutzte.
Ungeachtet des Dämpfers am 11. Spieltag verbleiben die Meidericher mit 25 Punkten an der Spitze der 3. Liga, doch der Vorsprung auf die Verfolger ist merklich geschrumpft.
Blitzstart mit darauffolgendem Bruch im Rhythmus
Die taktische Marschroute von Dietmar Hirsch schien zunächst voll aufzugehen. Duisburg presste früh, erzwang Fehler im Aufbau der Hausherren und ging bereits in der 4. Spielminute durch Dominik Kother in Führung, der eine Vorlage von Lex-Tyger Lobinger verwertete. Mit der frühen Führung im Rücken zogen sich die Zebras jedoch unerklärlich tief zurück, überließen den Ingolstädtern den Ball und verloren den Zugriff im Mittelfeldzentrum. Die Quittung folgte prompt: Vinko Šapina besorgte in der 21. Minute nach einer unzureichend geklärten Standardsituation den verdienten Ausgleich für die Schanzer.
Platzverweis als taktisches Paradoxon
Die vermeintliche Vorentscheidung der Partie ereignete sich nach etwas mehr als einer halben Stunde, als Ingolstadts Georgios Antzoulas nach einer Notbremse an Lobinger folgerichtig die Rote Karte sah. Doch anstatt die numerische Überlegenheit flach und geduldig auszuspielen, verfiel der MSV in ein statisches Muster. Es wurden zu viele lange Bälle über die Abwehr geschlagen, die für die robuste FCI-Defensive leichte Beute waren. Kurz nach dem Seitenwechsel nutzte Fredrik Carlsen eine Unachtsamkeit in der Duisburger Restverteidigung zum 2:1 für die Gastgeber. Hirsch reagierte, brachte Florian Krüger für Innenverteidiger Ben Schlicke und stellte auf zwei Spitzen um, doch der erhoffte Dauerdruck verpuffte in komplizierten Passstafetten.
So haben Sie gespielt:
SPIELERGEBNIS: 2:1 (1:1)
0:1 Dominik Kother (4.) | 1:1 V. Šapina (21.) | 2:1 F. Carlsen (51.)
FC INGOLSTADT: Klein – Rosenlöcher, Scholz, Fröde, Lokotsch (67. Ugondu), Antzoulas (Notbremse), Plath, Carlsen (79. Deichmann), Šapina (79. Kanuri), Gül (37. Decker), Velupillay (66. Kaygin).
TRAINER: Achim Beierlorzer
MSV DUISBURG: Maximilian Braune – Joshua Bitter, Tobias Fleckstein, Ben Schlicke (46. Florian Krüger), Rasim Bulic (79. Max Besuschkow), Dominik Kother (73. Patrick Sussek), Conor Noß, Lex-Tyger Lobinger, Frederik Christensen (73. Can Coskun), Martin Ens (73. Peter Remmert), Aljaz Casar.
TRAINER: Dietmar Hirsch
Schiedsrichter des Spiels
Lukas Benen (Referee)
Zuschauerzahl: 4.660
Stadion: AUDI-Sportpark
Blick nach vorn: Die jungen Schwaben kommen
Viel Zeit zum Hadern bleibt dem Tabellenführer nicht. Bereits am kommenden Samstag, den 31. Oktober 2026, wartet am 12. Spieltag das nächste Drittligaspiel in der heimischen Schauinsland-Reisen-Arena. Zu Gast ist dann um 14:00 Uhr die spielstarke Zweitvertretung des VfB Stuttgart.
Quelle: Duisburg-Journal/Sport
Photo: © MMB/Below
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