Man sucht das Glück in Duisburg selten auf dem glatten Parkett. Ralf Koss findet es verlässlich dort, wo der Asphalt Risse hat und die Flutlichtmasten der Schauinsland-Reisen-Arena in den grauen Himmel ragen. Am Mittwoch, den 4. November, zieht der Autor und Journalist Ralf Koss, im Netz besser bekannt als Kees Jaratz, mit seinem Bühnenprogramm weiter. Die Arena tauscht er gegen das Clubhaus. Im Duisburger Yacht-Club (Duisburger-Yacht-Club e.V.), direkt am Strohweg 4, bittet der Chronist des Zebrastreifenblogs ab 19 Uhr zum verbalen Schlagabtausch.
„Dat is Glück inner Stadt wie dieser“ lautet die Devise
Es wird eine biografische Skizze einer Arbeiterstadt im Dauerumbruch. Wer Koss kennt, weiß: Der MSV spielt immer mit. Er liefert die Vorlagen für Tragik, Humor und unerschütterliche Loyalität, selbst wenn die Zebras sportlich tief im Tabellenkeller feststecken. Auf der Pressekonferenz im Vorfeld schärfte Koss das Profil des Abends nach: „Dass es dabei nur um Duisburg gehen kann, versteht sich von selbst.“ Es ist das schonungslose, aber liebevolle Porträt einer Region mit offener Zukunft. „Mehr Duisburg wagen“, fordert Koss im Pressetext offensiv.
Der Abend verspricht eine spielerische Melange aus bissiger Lyrik und humorvoller Prosa. Für den passenden Rahmen sorgt die klassische Kulinarik aus Grünkohl und Currywurst. Keine abgehobene Kunst, sondern bodenständige Fankultur auf Ballhöhe.
Der Eintritt ist frei, ein Hut geht rum. Ein Pflichttermin für jeden, der Duisburg liebt, leidet und trotzdem bleibt.
Quelle: Ralf Koss
Photo/Plakat: © Ralf Koss
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