Mit den steigenden Frühlingstemperaturen kehrt auch in Duisburg ein bekannter Unruhestifter zurück: der Eichenprozessionsspinner (EPS). Die Raupen sind nicht nur eine Gefahr für die Vitalität der Bäume, sondern durch ihre giftigen Brennhärchen auch ein gesundheitliches Risiko für uns Menschen. Um die Ausbreitung einzudämmen, verfolgt die Stadt Duisburg eine mehrgleisige Strategie, die auf Prävention und biologische Kontrolle setzt.

An sensiblen Standorten wie Schulen, Kindertagesstätten und in beliebten Grünanlagen wie dem Kant-Park oder dem Stadtwald setzt die Stadt vor allem auf die mikrobiologische Spritzung. Zum Einsatz kommt dabei meist das Präparat Bacillus thuringiensis, das gezielt die Larven bekämpft. Während auf den umliegenden Autobahnen und Bundesstraßen durch Straßen.NRW teilweise auch die Bekämpfung mittels Nematoden (mikroskopisch kleine Fadenwürmer) erfolgt, konzentriert sich die städtische Strategie im Stadtgebiet auf eine Kombination aus Sprühverfahren und mechanischer Reinigung.
Sobald die EPS-Raupen ihre typischen Gespinste bilden, rücken spezialisierte Fachfirmen mit Hochleistungssaugern an. Diese mechanische Entfernung ist besonders dort wichtig, wo Menschen direkt mit den Bäumen in Kontakt kommen könnten (waldige Joggingstrecken oder Parkanlagen). Ergänzend dazu setzen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg auf die Hilfe von Mutter Natur: Durch die gezielte Förderung von Singvögeln, insbesondere Meisen, werden natürliche Fressfeinde gestärkt, die die jungen Larvenstadien bereits frühzeitig dezimieren.

Für Anwohner gilt: Entdecken Sie einen Befall an öffentlichen Straßen oder in Parks, können Sie dies bequem über das Online-Portal der Wirtschaftsbetriebe Duisburg oder der Service-Rufnummer 0203 283-4000 melden. Auf Privatgrundstücken liegt die Verantwortung bei den jeweiligen Eigentümern. Hier warnt die Stadt ausdrücklich vor Eigenregie: Wegen der Gefahr schwerer allergischer Reaktionen sollten Nester nur von zertifizierten Schädlingsbekämpfern entfernt werden. So kommen wir alle sicher und ohne Juckreiz durch den Duisburger Frühling.
Quelle: Duisburg-Journal
Photos: © MMB/Below
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