In Duisburg fällt der Startschuss für „CellPort – Network for Smart Logistics“. Die neue Innovationsplattform unterstützt Logistik-Start-ups dabei, wissenschaftliche Forschung in wettbewerbsfähige Anwendungen für die Logistik 4.0 zu überführen. Das Projekt ist im Juni 2026 gestartet, läuft vier Jahre und wird im Rahmen des STARK-Programms über das 5-Standorte-Programm für Kohleregionen gefördert.
High-Tech-Masterclasses für smarte Logistik
Die Wirtschaftsentwicklung Duisburg Business & Innovation GmbH (DBI) übernimmt mit zwei Stellen Projektleitung und Vermarktung. Partnerinnen sind die startport GmbH als Innovationsplattform der Logistik sowie die Universität Duisburg-Essen (UDE). Das Fördervolumen beträgt zwei Millionen Euro.
„Duisburg steht exemplarisch für die Herausforderungen und Chancen der industriellen Transformation. Diese aktiv zu gestalten, ist unser Auftrag als Wirtschaft- und Projektentwickler. Wir stärken den Logistikstandort mit einer Symbiose aus Spitzenforschung, neuester Mobilfunktechnologie und praxisnaher Gründerförderung“,
– sagt DBI-Geschäftsführer Rasmus C. Beck.
Kernstück von CellPort sind zwölfmonatige High-Tech-Masterclasses für Start-ups. Insgesamt sollen 30 junge Unternehmen in vier Durchläufen teilnehmen. Das Projekt nutzt für den Zugang zu einem eigenständigen 5G-Netz eine Infrastruktur, die für anwendungsnahe Tests unter Realbedingungen besonders geeignet ist: auf dem Multimodal Terminal Duisburg (MTD) von duisport – der Duisburger Hafen AG.
In Walsum können die Teilnehmenden Hard- und Software wie Drohnen, Internet of Things-Anwendungen oder autonome Fahrzeuge unter realen Bedingungen testen. Ergänzt wird das Angebot durch einen vollständig ausgestatteten Prototypen-Workspace mit 3D-Druckern, CNC-Fräsen und weiteren Werkzeugen für den kostenfreien Prototypenbau.
„Mit Cellport schaffen wir ein einzigartiges Ökosystem für Start-ups, um zukunftsfähige Lösungen direkt vor Ort zu entwickeln und zu erproben. Der Projektstart ist ein wichtiger Meilenstein für die Region und ein echtes Signal für die Innovationskraft des Standorts.“
– sagt Johannes Franke, Geschäftsführer startport.
Auch die Universität Duisburg-Essen bringt ihre Expertise in das Projekt ein.
„CellPort zeigt, wie wissenschaftliche Forschung in das Start-up-Umfeld einfließt und Innovationen in der Logistik vorantreibt“,
– erklärt Güldilek Köylüoğlu Alabaş, Forschungsförderin an der UDE.
Damit stärke das Projekt den Transfer in die Anwendung, die Weiterentwicklung digitaler Lösungen sowie den Innovationsstandort und die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
„Mit dem Projekt CellPort zeigen wir, dass das 5-Standorte-Programm in Duisburg für Zukunftsperspektiven steht. CellPort zahlt genau auf diesen Anspruch ein, weil hier Innovation und Transformation zusammenkommen“,
– ergänzt Michael Rüscher, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg.
Das 5-Standorte-Programm unterstützt Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die besonders vom Kohleausstieg betroffen sind. Gefördert werden zukunftsweisende Projekte, die neue wirtschaftliche Perspektiven schaffen und den Strukturwandel vor Ort beschleunigen. In Duisburg hilft das Programm dabei, Transformationsprojekte wie CellPort umzusetzen und den Standort langfristig wettbewerbsfähig und technologisch stark aufzustellen.
Das STARK-Programm (Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerksstandorten) unterstützt ebenfalls Projekte, die den Strukturwandel in den Kohleregionen vorantreiben.
Quelle: Duisburg Business & Innovation GmbH (DBI)
Photo: © DBI

