Ob aus dem Garten oder günstig im Handel: Süße Erdbeeren, frischer Spinat oder reife Zucchini gibt es aktuell reichlich. Doch die Haltbarkeit ist begrenzt. Mit den richtigen Methoden lassen sich Sommersorten aber einfach einfrieren.
„Beim Tiefgefrieren bleiben Nährstoffe und Aroma gut erhalten. Wer ein paar einfache Tipps befolgt, kann sich später im Jahr über die Schätze aus dem Sommer freuen und vermeidet gleichzeitig Lebensmittelabfälle“,
– erklärt Ernährungsexpertin Marina Knust vom Projekt Wertvoll NRW der Verbraucherzentrale NRW.
Gemüse: Blanchieren für Farbe und Geschmack
Viele Gemüsesorten wie Karotten, Erbsen, Bohnen oder Spinat sollten vor dem Einfrieren kurz in heißem Wasser blanchiert werden. Dadurch werden unerwünschte Keime reduziert und Farbe, Geschmack, Vitamine und Nährstoffe bleiben besser erhalten. Nach dem Waschen wird das Gemüse gegebenenfalls zerkleinert und für wenige Minuten in kochendes Wasser gegeben. Damit das Gemüse schnell auskühlt, sollte es sofort in Eiswasser abgeschreckt und mit einem Sieb abgegossen werden. Sobald es erkaltet ist, kann es eingefroren werden. Ausnahmen bestätigen die Regel: Zucchini können auch roh in die Tiefkühltruhe wandern und behalten dadurch mehr Biss. Wichtig ist, die geschnittenen Stücke vorher zu salzen und einige Minuten ziehen zu lassen. So wird überschüssiges Wasser entzogen und die Zucchini werden nach dem Auftauen weniger matschig.
Obst und Beeren: Einzelne Portionen für mehr Flexibilität
Empfindliche Beerenfrüchte sollten zunächst gewaschen und vorsichtig abgetupft werden. Anschließend möglichst flach in Gefrierdosen oder -beutel füllen. Die Dosengröße kann dabei variieren, so lassen sie sich portionsweise entnehmen. Auch anderes Obst wie Äpfel oder Steinobst kann einfach konserviert werden – am besten geschält, entkernt und in Stücke geschnitten. Praktisch ist es außerdem, größere Mengen bereits vor dem Einfrieren in haushaltsübliche Portionen aufzuteilen. Das erleichtert die spätere Verwendung.
Kräuter: Aromen in Eiswürfeln konservieren
Frische Kräuter wie Schnittlauch, Rosmarin oder Petersilie lassen sich besonders platzsparend einfrieren. Dafür die Kräuter waschen, von welken Blättern befreien und fein hacken. Anschließend kommen sie mit etwas Wasser, Öl oder pur in Eiswürfelformen. Nach dem Einfrieren stehen die Kräuter portionsweise zur Verfügung und können direkt beim Kochen in Suppen oder Soßen gegeben werden. Der Eiswürfeltrick sorgt außerdem dafür, dass frische Aromen lange erhalten bleiben. Auch Dill, Estragon, Kerbel, Koriander, Oregano und Salbei eignen sich gut für diese Methode. Basilikum hingegen verträgt die Kälte schlecht und wird nach dem Auftauen matschig.
Verpackung, Lagerung und Auftauen
Für eine gute Qualität ist die richtige Verpackung entscheidend. Obst und Gemüse sollten möglichst ohne Lufteinschlüsse eingefroren werden, um Gefrierbrand zu vermeiden. Dieser macht sich durch trockene, weißliche Stellen bemerkbar und beeinträchtigt Geschmack und Konsistenz. Geeignet sind Gefrierbeutel oder Gefrierdosen aus Kunststoff oder Glas. Das Schneeflocken-Symbol auf Behältern zeigt, dass diese gefriergeeignet sind. Einweg-Verpackungen wie zum Beispiel leere Margarinedosen oder Eisboxen sind dagegen nicht zum Einfrieren von Lebensmitteln gedacht. Sie können spröde werden oder unerwünschte Stoffe an das Essen abgeben.
Eine gut lesbare Beschriftung mit Inhalt und Datum sorgt für Ordnung im Gefrierfach. So bleiben auch größere Erntemengen übersichtlich und man kann erkennen, was zuerst verbraucht werden sollte. Voraussetzung ist eine konstante Temperatur von mindestens minus 18 Grad. Außerdem wichtig: Tiefgefrieren hemmt zwar das Keimwachstum, tötet sie aber nicht ab. Die Haltbarkeit von Lebensmitteln im Gefrierschrank variiert. Während Obst und Gemüse bis zu 12 Monate haltbar bleibt, sind es bei Kräutern drei bis vier Monate. Aufgetaut werden sollten die Lebensmittel im Kühlschrank. Danach möglichst rasch verbrauchen oder auf über 70 Grad erhitzen.
Weiterführende Informationen:
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Quelle: Verbraucherzentrale NRW
Photo: © VZ/adpic
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