Der MSV Duisburg hat im Testspiel gegen den belgischen Zweitligisten K Beerschot VA seine erste Vorbereitungsniederlage mit 2:4 (1:4) im Homberger PCC-Stadion kassiert. Vor 1.702 Zuschauern und in den neuen pinkfarbenen Ausweichtrikots zeigten die Zebras vor allem in der ersten Halbzeit gravierende Defizite im Defensivverhalten.

Frühstart und kalte Dusche im Homberger PCC-Stadion
Premiere der besonderen Art an der Rumelner Straße: Erstmals lief der MSV Duisburg in den frisch präsentierten, auffälligen „Light-Pink“-Ausweichtrikots auf. Und die Anfangsphase schien den farbenfrohen Mut zu belohnen. Die Elf von Chefcoach Dietmar Hirsch legte schwungvoll los. Jakob Bookjans wuchtete in der 14. Minute einen Freistoß an das Lattenkreuz, den abprallenden Ball verwertete Neuzugang Peter Remmert goldrichtig zur frühen 1:0-Führung (12.).
Nur zwei Minuten später die große Chance zum Ausbau des Ergebnisses, als Bookjans nach Foul selbst zum Elfmeter antrat, jedoch am starken Antwerpener Keeper Nick Shinton (Stevens) scheiterte. Dieser vergebene Strafstoß schien der Weckruf für die Gäste aus Flandern zu sein. Beerschot AV, angetreten in Bestbesetzung, demonstrierte im Anschluss gnadenlose Effizienz. Bas van den Eynden nutzte eine Unordnung in der Hintermannschaft zum 1:1-Ausgleich (16.).
Danach spielten fast nur noch die Belgier: Genki Haraguchi (24.), Anas Haj Mohamed (38.) und Arnold Vula (41.) schraubten das Resultat noch vor dem Pausenpfiff auf ein deutliches 1:4 aus Duisburger Sicht. Die Zuordnung in der MSV-Viererkette stimmte in dieser Phase überhaupt nicht, der Zweitligist aus Antwerpen deckte die eklatanten Lücken gnadenlos auf.
Hirsch wütet nach „Freundschaftsspiel-Modus“
Zur Pause wechselte Trainer Dietmar Hirsch komplett durch und brachte elf neue Akteure, darunter Lex-Tyger Lobinger und Florian Krüger. Das Spiel beruhigte sich im zweiten Durchgang deutlich. Beerschot schaltete einen Gang zurück, während der MSV zwar mehr Ballbesitz verzeichnete, im letzten Drittel jedoch lange die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ. Erst in der 83. Minute belohnte der eingewechselte Lobinger die Bemühungen mit dem Treffer zum 2:4-Endstand, nachdem er sich im Laufduell durchgesetzt hatte.
Nach dem Abpfiff fand Trainer Dietmar Hirsch am Mikrofon von ZebraTV auf YouTube und in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung gewohnt deutliche Worte.
„Das sah für mich nach einem Freundschaftsspiel aus.
So will ich nicht auftreten.“– so MSV-Coach Dietmar Hirsch, der restlos bedient war.
Besonders ärgerten ihn Standardsituationen und die mangelnde Intensität gegen den Ball. Zusätzliche Verstimmung rief das Wechselfverhalten des Gegners hervor, der zur Pause ebenfalls komplett tauschte, obwohl im Vorfeld anders abgesprochen: „Da fühle ich mich verarscht“, polterte Hirsch.
Eine Übersicht des 1. Drittliga-Spieltags mit den Zebras finden Sie hier .
Quelle: Duisburg-Journal
Photos: © MMB/Below
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