Auf einen Blick erkennen, ob der Streifenwagen vollständig gepackt ist und mehr Zeit für Streifenfahrten – die Polizei Duisburg testet die Alltagstauglichkeit eines neuen Systems.
Rund 50 Ausrüstungsgegenstände gehören zur Standardausstattung im Kofferraum eines jeden Streifenwagens der Polizei NRW. Routinemäßig überprüfen die Streifenwagenbesatzungen bei der Fahrzeugübernahme im Schichtwechsel die Ausrüstung auf Vollständigkeit. Dies geschieht in der Regel mit Klemmbrett und Stift und nimmt mehrere Minuten in Anspruch.
Um wertvolle Zeit zu sparen und die Abläufe zu optimieren, haben Entwickler des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW) ein System zur intelligenten Erfassung von Einsatzmitteln entwickelt. Hierbei nutzen sie die RFID-Technik (Radio Frequency Identification).
Die RFID-Technik hat sich bereits in verschiedenen Bereichen bewährt und kommt unter anderem beim kontaktlosen Bezahlen, bei Schlüsselkarten oder bei Diebstahlsicherungen zum Einsatz.
Zukünftig sollen die Streifenwagen in Nordrhein-Westfalen mithilfe von RFID-Tags smarter werden. Hierzu haben Experten des Innovation Lab und der Fahrzeugentwicklung eine App für das Infotainmentsystem der aktuellen Streifenwagen entwickelt. Im Fahrzeug verbaute Antennen können nun auf den Einsatzmitteln angebrachte RFID-Tags erfassen und melden den Nutzern, ob alle Gegenstände an Bord sind. Sollten ein Besen oder ein Helm fehlen, erhalten die Polizisten durch die digitale Inventurliste im Infotainment eine Meldung.
Am vergangenen Donnerstag (3. September) übernahmen Einsatzkräfte der Polizei Duisburg den ersten umgebauten Streifenwagen vom LZPD NRW. In den nächsten Wochen werden die Kolleginnen und Kollegen der Polizeiwache Ruhrort das System auf seine Alltagstauglichkeit testen.
Quelle: LZPD NRW
Photo: © MMB/Below (Symbolbild)
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