Der MSV Duisburg reist als klarer Favorit zum Achtelfinale des Niederrhein-Pokals 2026/27. Am Mittwochabend um 18:30 Uhr wartet mit dem Oberligisten SV Blau-Weiß Dingden ein Kontrahent, für den dieses Aufeinandertreffen das klassische „Spiel des Jahres“ bedeutet.
Auf dem Sportplatz am Höingsweg in Hamminkeln gilt für den Drittliga-Spitzenreiter nur ein Weiterkommen, um die Chance auf die Teilnahme im DFB-Pokal 2027/28 zu wahren. Alles andere als ein souveräner Viertelfinaleinzug des Titelverteidigers wäre eine handfeste Überraschung.
Tiefstehender Block gegen Meidericher Geduldsspiel
Taktisch ist die Marschroute für die Gastgeber vorgezeichnet. Dingden wird im ungleichen Duell versuchen, die Räume im Zentrum extrem eng zu machen, um das Duisburger Kombinationsspiel früh zu unterbinden. Für die Mannschaft von Cheftrainer Dietmar Hirsch kommt es in der Anfangsphase darauf an, durch variables Flügelspiel die Ketten der Blau-Weißen auseinanderzuziehen. Das berüchtigte Duisburger Gegenpressing muss sofort greifen, um Dingdener Entlastungsangriffe im Keim zu ersticken. Sollte der MSV hierbei zu schlampig agieren oder zweite Bälle leichtfertig hergeben, könnte sich die Partie auf dem reinen Stehplatz-Sportplatz schnell zu einer zähen Angelegenheit entwickeln. Ein frühes Tor würde dem Favoriten die nötige Ruhe geben.
Die Bank als Dosenöffner im Pokal-Alltag
Ein Pokalspiel wie dieses wird selten durch glanzvolle Soli entschieden, sondern durch die Physis und die Breite des Kaders. Es ist zu erwarten, dass Hirsch im Verlauf der zweiten 45 Minuten intensiv rotieren wird, um den Rhythmus hochzuhalten. Frische Kräfte von der Bank, wie etwa Sturmtank Lex-Tyger Lobinger, der bereits in der vorherigen Runde nach Einwechslung einen Dreierpack schnürte, könnten zur entscheidenden Waffe werden, wenn beim Oberligisten die Kräfte schwinden. Auch Neuzugänge wie Ramien Safi oder Jannik Zahmel brennen darauf, sich über entscheidende Szenen im Landespokal für die Startelf im Liga-Alltag zu empfehlen.
Hirschs Rotationspuzzle und der neue Leitwolf
Die Länderspielpause nutzte das Trainerteam, um im Training an der Feinabstimmung zu feilen. Unter der Führung des neuen Mannschaftskapitäns Rasim Bulić, der nach dem Abgang von Alexander Hahn die Binde fest übernommen hat, präsentierte sich das Team fokussiert. Verzichten muss Hirsch weiterhin auf Langzeitverletzte, während genesene Akteure wie Frederik Ørsøe Christensen nach seinem Traumdebüt vor der Pause weiter Spielpraxis sammeln sollen. In der voraussichtlichen Aufstellung dürfte Toni Stahl im Pokal das Tor hüten. Die Abwehrreihe um Tobias Fleckstein und Ben Schlicke soll vor einer Mittelfeldzentrale mit Bulić und Christian Viet für defensive Stabilität sorgen. Im Angriff ist die Besetzung offen, ein Startelfeinsatz von Sturm-Talent Peter Remmert ist durchaus denkbar. In der Kabine herrscht derweil voller Fokus; man weiß, dass im Amateur-Pokal nur die richtige Einstellung zählt.
Der Blick schweift bereits Richtung Hoffenheim
Unabhängig vom Ausgang in Hamminkeln wirft der Liga-Alltag seine Schatten voraus. Bereits am kommenden Samstag, den 10. Oktober 2026 / 16:30 Uhr , empfängt der MSV Duisburg am 8. Spieltag die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim in der heimischen Schauinsland-Reisen-Arena. Gegen die spielstarken Kraichgauer geht es für den Tabellenführer darum, die Spitzenposition im deutschen „Profifußball-Unterbau“ zu verteidigen.
Das Gastspiel am Niederrhein gegen den BWD Dingden ist für die Zebras somit die Generalprobe, um vor heimischer Kulisse den nächsten Dreier im Kampf um den Aufstieg in Liga 2 anzuvisieren.
News aus dem MSV-Lazarett
Die medizinische Abteilung an der Westender Straße hat vor den englischen Wochen im Oktober einiges zu tun. Trainer Dietmar Hirsch muss aktuell auf mehreren Positionen verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren:
Dennis Borkowski: Der Pechvogel der Woche. Nachdem er sich gerade erst zurückgekämpft hatte, verletzte sich der Offensivakteur im Testspiel gegen Deventer erneut. Eine Adduktorenverletzung zwingt ihn sowohl im Pokal als auch am Wochenende gegen Hoffenheim II zum Zuschauen.
Jan-Simon Symalla: Der 21-Jährige fällt wegen einer schweren Leistenverletzung, die er sich Mitte September im Derby gegen Fortuna Düsseldorf zuzog, langfristig aus. Seine Rückkehr wird erst zur Wintervorbereitung erwartet.
Joshua Bitter: Der Defensivallrounder laboriert an einer Bänderverletzung im Sprunggelenk. Er zog sich die Verletzung ohne gegnerische Einwirkung beim Heimsieg gegen den TSV Havelse zu, als er im Rasen hängenblieb.
Hinweis: Anreise mit dem PKW & Parken
Adresse: Sportplatz am Höingsweg in Hamminkeln (fürs NAVI: Am Höingsweg 3, 46499 Hamminkeln)
Der Einlass öffnet 1,5 Stunden vor Spielbeginn. Ab diesem Zeitpunkt sind auch alle Getränke- und Verpflegungsstände geöffnet.
Parkplatz P14 nutzen: PKW-Fahrer werden dringend gebeten, ausschließlich den Parkplatz P14 anzusteuern. Von dort aus erreicht Ihr alle Zugänge bequem in wenigen Gehminuten.
Keine Parkmöglichkeiten direkt am Stadion: Bitte beachtet, dass unmittelbar an der Spielstätte keine Parkplätze für die Zuschauer des Spiels zur Verfügung stehen.
Quelle: Duisburg-Journal
Photos: © MMB/Below
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