Mit „Grey Area“ startet am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr die neue Tanzsaison des Ballett am Rhein im Theater Duisburg. Das dreiteilige Programm, das erst im vergangenen Januar Premiere in Duisburg feierte, verbindet Werke von Bridget Breiner, David Dawson und Lesley Telford. Im Mittelpunkt stehen Situationen des Übergangs: zwischen Anfang und Ende, Nähe und Distanz, Sicherheit und Veränderung. Namensgeber des Programms ist David Dawsons mit dem renommierten Prix Benois de la Danse gekröntes „The Grey Area“.
Der englische Begriff „Grey Area“ bezeichnet einen Bereich, der sich nicht eindeutig zuordnen lässt – einen Zustand zwischen zwei Polen. Für die Eröffnungsvorstellung am Sonntagnachmittag gilt: Wer mit Familienkarte bucht, zahlt für jedes eingetragene Familienmitglied nur 10 Euro.
Zu Songs von Jeff Buckley hat Chefchoreographin Bridget Breiner mit „Shards“ – übersetzt „Scherben“ – ein Stück entwickelt, das sich Gefühlen widmet, die uns ein Leben lang begleiten. Buckleys Musik, darunter sein weltbekannter Song „Hallelujah“, bildet den Ausgangspunkt für eine Choreographie über Erinnerungen, Beziehungen und Veränderungen. „Shards“ erzählt dabei keine abgeschlossene Geschichte. Vielmehr zeigt das Stück einen emotionalen Prozess, der immer weitergeht.
In David Dawsons „The Grey Area“ erforschen fünf Tänzerinnen und Tänzer die Grenzen zwischen gegensätzlichen Zuständen: Schwarz und Weiß, Ende und Neubeginn, Leben und Tod. David Dawson, der für seine anspruchsvollen und hochvirtuosen Bewegungen bekannt ist, lässt die Tänzerinnen und Tänzer in „The Grey Area“ fast schwerelos wirken. Bewegung und Musik verbinden sich zu Bildern, in denen die körperlichen Grenzen zunehmend verschwimmen.
Den Abschluss bildet „Threshold of a Fall“ – sinngemäß „Schwelle zum Kippen“ – der kanadischen Choreographin Lesley Telford. Dreizehn Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich in einem stilisierten Wald aus hängenden Holzstangen, deren Formationen sich ständig verwandeln. Die Tänzerinnen und Tänzer reizen dabei die Grenzen ihrer Balance aus und machen sichtbar, wie jede kleine Veränderung ein scheinbar stabiles System aus dem Gleichgewicht bringen kann. Telford beschäftigt sich mit dem menschlichen Streben nach immer mehr und mit der Frage, wie stabil die von Menschen geschaffenen Systeme tatsächlich sind. So wird der Wald zu einem Bild für eine Welt, in der Sicherheit und Stabilität jederzeit ins Wanken geraten können.
Info: Der dreiteilige Ballettabend „Grey Area“ dauert inklusive Pausen ca. zwei Stunden und 15 Minuten. Er ist vom 27. September bis zum 15. Oktober für vier Vorstellungen im Theater Duisburg zu erleben, bevor er im Opernhaus Düsseldorf im März 2027 Premiere hat.
Karten für die Vorstellungen ab 18 Euro (Familiennachmittag mit Familienkarte 10 Euro) in den Opernshops oder hier ONLINE .
Quelle: Ballett am Rhein / Theater Duisburg
Photo: © Ingo Schaefer
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