Na, schon mal einem Hummer direkt in die Augen geschaut? Keine Sorge – das erste Mal ist immer eine kleine Überwindung. Aber ich verspreche: Wer sich einmal traut, wird mit einem kulinarischen Erlebnis der Extraklasse belohnt!
Ob Hummer oder Taschenkrebs – beide Delikatessen sind längst nicht mehr nur Luxus auf der Speisekarte teurer Restaurants. Mit ein wenig Know-how und frischen Zutaten wird aus dem Schalentier zuhause ein echtes Festmahl. Und ich sage Ihnen: Der Unterschied zu den tiefgefrorenen Supermarkt-Varianten ist gewaltig.
Das Wichtigste zuerst: Frische!
Achten Sie darauf, dass der Hummer oder Taschenkrebs wirklich frisch ist – bestenfalls lebend. Klingt hart, aber es ist der respektvollste Umgang mit dem Tier. Gekocht wird traditionell in sprudelndem Salzwasser mit einem Schuss Weißwein, Lorbeer, Pfefferkörnern und einer halben Zitrone. Hummer braucht etwa 10–12 Minuten, Taschenkrebs etwas länger – je nach Größe.
Unser Rezeptvorschlag
Hummer mit Zitronen-Knoblauchbutter & gerösteten Rosmarinkartoffeln
Zutaten für 2 Personen:
- 2 frische Hummer
- 100 g Butter
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- Saft einer halben Zitrone
- 600 g kleine Kartoffeln
- 2 Zweige Rosmarin
- Olivenöl, Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Hummer wie oben beschrieben kochen. Währenddessen Kartoffeln halbieren, mit Olivenöl, Rosmarin, Salz und Pfeffer vermengen und im Ofen bei 200 °C ca. 25–30 Minuten rösten.
Butter in einer Pfanne schmelzen, Knoblauch zugeben, kurz anschwitzen und mit Zitronensaft abschmecken. Den Hummer längs halbieren, Fleisch mit entsprechendem Besteck/Werkzeug herauslösen, mit der warmen Zitronenbutter beträufeln und mit den Kartoffeln servieren.
Getränkeempfehlung?
Zum Hummer passt ein knackig-kalter Chablis oder ein deutscher Grauburgunder hervorragend – schön trocken, mit mineralischer Frische. Wer’s lieber bierig mag: Ein Pils mit feiner Herbe ist eine tolle Begleitung, die nicht überlagert.
Trauen Sie sich ruhig mal ran an den Hummer – oder den Taschenkrebs. Es ist kein Hexenwerk. Und das Ergebnis? Schmeckt nach Urlaub am Meer. Versprochen.
Quelle: Duisburg-Journal
Photo: © MMB/Below

