Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft 2026 vorzeitig den Einzug in das Sechzehntelfinale perfekt gemacht. Im zweiten Gruppenspiel im kanadischen Toronto bezwang das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann die Elfenbeinküste nach einem dramatischen Spielverlauf am Ende knapp mit 2:1 (0:1).
Damit sicherte sich die Auswahl nach dem furiosem Auftakt gegen Curaçao vorzeitig den Einzug in die erste K.o.-Runde.In der ersten Halbzeit offenbarten sich jedoch gravierende Mängel in der deutschen Ordnung. Zwar bemühte sich die DFB-Auswahl im Toronto-Stadion um Spielkontrolle, fand jedoch gegen die physisch robusten und taktisch disziplinierten Westafrikaner kaum spielerische Lösungen.
Der verdiente Rückschlag folgte in der 30. Spielminute. Nach einer Flanke über den Flügel verteidigte die deutsche Defensive unzureichend, sodass der ivorische Kapitän Franck Kessié aus kurzer Distanz zur überraschenden, aber folgerichtigen 1:0-Führung für die Elfenbeinküste einnetzte.
Ein vermeintlicher Ausgleichstreffer von Kai Havertz wurde kurz darauf wegen eines Offensivfouls korrekterweise aberkannt. Nach dem Seitenwechsel und einer spürbaren Leistungssteigerung bewies Julian Nagelsmann ein goldenes Händchen. In der 60. Minute brachte der Bundestrainer neue Impulse von der Bank – ein taktischer Schachzug, der sich nur acht Minuten später bezahlt machte.
Nach einer präzisen Vorlage des ebenfalls eingewechselten Nadiem Amiri traf der unbändige Deniz Undav in der 68. Spielminute zum erlösenden 1:1-Ausgleich. Als sich das hochintensive Spiel in der regulären Spielzeit dem Ende zuneigte und alles nach einer Punkteteilung aussah, schlug die Stunde des unbestrittenen Spielers des Tages. Erneut war es der Stuttgarter Angreifer Deniz Undav, der zum großen Helden avancierte. Nach einem exzellenten Anspiel von Felix Nmecha behauptete der Joker den Ball mit dem Rücken zum Tor, wie einst Bomber der Nation GERD MÜLLER, drehte er sich blitzschnell und drosch das Leder in der Nachspielzeit (90.+4 Minute) flach in die Maschen zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer.
Überschattet wird der sportliche Erfolg jedoch von einer personellen Hiobsbotschaft. Innenverteidiger Nico Schlotterbeck verletzte sich in einer Defensivaktion und musste vorzeitig ausgewechselt werden. Eine genaue Diagnose steht bis jetzt noch aus, doch der drohende Ausfall des Formstarken Abwehrspielers wiegt schwer. Er war bis zu seiner Auswechslung der emotionale und lautstarke Anker in der deutschen Defensive.
Nagelsmann wird nun gezwungen sein, die neu formierte Viererkette für die kommenden Aufgaben umzubauen. Trotz des personellen Rückschlags richtet sich der Blick bereits auf die K.o.-Phase. Als Sieger der Gruppe E blickt die Nagelsmanntruppe gespannt auf die Parallelgruppen.
————
SO HABEN SIE GESPIELT:
Deutschland: Neuer – Kimmich, Tah, N. Schlotterbeck (46. Rüdiger), Brown – Nmecha, Pavlovic (60. Amiri) – Sané (60. Leweling), Musiala (60. Undav), Wirtz – Havertz (85. Goretzka).
Trainer: Julian Nagelsmann
Elfenbeinküste: Y. Fofana – Konan, Agbadou, Kossounou, Singo (82. G. Doué) – Oulai, Sangaré (75. S. Fofana), Kessié – Diomande (85. Pépé), Amad (75. Adingra) – Bonny (75. Guessand).
Trainer: Emerse Faé
Schiedsrichter: Juan Gabriel Benitez ( Paraguay )
Spielstätte: Toronto-Stadion/CAN
Zuschauer im Stadion: 43.036 | 18,26 Millionen Zuschauer verfolgten das Spiel im TV und Netz.
GRUPPE E
| Pos | Mannschaft | Sp | g | u | v | F | A | Pkt. | Diff |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Deutschland | 2 | 2 | 0 | 0 | 9 | 2 | 6 | 7 |
| 2 | Elfenbeinküste | 2 | 1 | 0 | 1 | 2 | 2 | 3 | 0 |
| 3 | Ecuador | 2 | 0 | 1 | 1 | 0 | 1 | 1 | -1 |
| 4 | Curaçao | 2 | 0 | 1 | 1 | 1 | 7 | 1 | -6 |
Unser drittes Spiel in der WM-Gruppenphase:
Ecuador vs. Deutschland | Do. 25.06.2026, 22:00 Uhr in New York New Jersey Stadium/USA
(live in der ARD)
Text: Duisburg-Journal (red)
Photos: © MMB/Below (Montage)
![[ DUISBURG-JOURNAL ]](https://duisburg-journal.de/wp-content/uploads/2026/07/DUJ-Logo-invers_6150.jpg)




