Ein massiver Schrotthaufen auf dem Gelände einer Metall-Recyclingfirma auf der Schrottinsel im Duisburger Hafen geriet am späten Freitagabend, 14. August 2026, gegen 22:00 Uhr, in Brand und löste einen Großeinsatz der Feuerwehr Duisburg mit bis zu 150 Kräften aus. Verletzt wurde niemand.
Brandverlauf und Rauchentwicklung
Die dunkle Rauchsäule über dem weltgrößten Binnenhafen reichte weithin sichtbar in den Nachthimmel. Anwohner in Ruhrort, Meiderich und umliegenden Stadtteilen wurden über die Warn-App NINA vor starker Geruchsbelästigung gewarnt. In der Anfangsphase fraßen sich die Flammen durch das kompakte, hoch aufgetürmte Altmetall. Dies führte zu einer massiven, zunächst tiefschwarzen Rauchentwicklung. Im Zuge der nächtlichen Löscharbeiten wandelte sich das Bild des Rauchs merklich: Der Qualm hellte sich auf und ging in dichten, weißlichen Qualm über. Wie der Lagedienst der Feuerwehr erläuterte, handelte es sich dabei vorwiegend um harmlosen Wasserdampf, der entstand, als riesige Wassermengen auf das glühende Metall trafen.
Taktisches Vorgehen und Logistik
Die Brandbekämpfung bereitete zunächst durch das Gelände Schwierigkeiten. Da die Kompaktheit des Materials verhinderte, dass das Löschwasser sofort in den Kern vordrang, griffen die Einsatzkräfte und betriebseigene Mitarbeiter zu schwerem Gerät: Spezielle Bagger rückten an, um den brennenden und glühenden Schrottberg abzutragen und auseinanderzuziehen. Durch dieses gezielte Freilegen der Glutnester konnten die Einheiten der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr die Brandherde im Inneren des Haufens punktgenau ablöschen. Eine zeitweise befürchtete Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Hallen und Lagerflächen verhinderten die Einsatzkräfte durch eine konsequente Riegelstellung.
Messfahrten bestätigten, dass keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffkonzentrationen in der Luft messbar waren. Am Samstagmittag konnte die Feuerwehr Entwarnung geben, wenngleich kleinere Nachlöscharbeiten und Kontrollen noch bis in den Nachmittag andauerten. Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Quelle: Duisburg-Journal
Photo: © MMB/Below (Archivbild)
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