Worms – eine Stadt, die man vielleicht kennt, aber selten wirklich erlebt hat. Und genau das sollte sich ändern. Ein Wochenende dort, zwischen Geschichte, Rheinromantik und einem Hauch Karibik, kann erstaunlich viel.
Gleich beim Ankommen fällt der Wormser Dom ins Auge – stolz, mächtig und doch irgendwie friedlich. Wer in der Jugendherberge gegenüber übernachtet, hat´s gut: Ein kurzer Spaziergang, und schon steht man direkt vor dem imposanten Bauwerk. Morgens beim Hinausgehen den Dom im Blick zu haben, ist ein Moment, der irgendwie hängenbleibt – so eine Mischung aus Geschichte und Gelassenheit, die typisch Worms ist.

Als Ausflugsziel lohnt sich natürlich auch der Rhein. Dort öffnet sich an manchen Stellen ein Platz, der einen kurz glauben lässt, man sei irgendwo im Süden: Palmen, eine kleine Hütten-Bar, Loungemöbel und der Blick auf das glitzernde Wasser. Mit einem kühlen Drink in der Hand und Sonne im Gesicht genießt man diesen Moment, in dem alles stimmt – an dem auch der eine und andere Spatz teilnimmt.

Ein paar Kilometer weiter erheben sich die sanften Weinberge – die perfekte Kulisse, um den Tag bei einem Glas Riesling ausklingen zu lassen. Hier zeigt sich die Pfalz von ihrer schönsten Seite: warm, offen und mit dieser stillen Lebensfreude, die man nicht erklären muss – man spürt sie einfach.

Und wer noch ein bisschen Zeit hat, sollte unbedingt einen Abstecher nach Neuleiningen machen. Das kleine Weindorf liegt malerisch auf einem Hügel, gekrönt von einer alten Burgruine, die über das Land wacht. Zwischen engen Gassen, historischen Mauern und gemütlichen Weinstuben hat man das Gefühl, die Zeit laufe hier ein wenig langsamer – und das ist gut so.

Zum Abschluss lohnt sich der Sprung nach Speyer, wo der nächste beeindruckende Dom wartet. Eine Stadt mit Charakter, Kopfsteinpflaster und charmanten Ecken.
Am Ende des Wochenendes bleibt das Gefühl, wirklich kurz raus gewesen zu sein – nicht weit, aber weit genug, um Neues zu sehen, zu schmecken und zu spüren. Worms, Rhein, Wein, Spatzen und Burgen – mehr braucht’s manchmal nicht, um einfach glücklich zu sein.
Text: Hildegard Grygierek / Redaktionsteam DU-Journal
Photos: © H.Grygierek

