NATURSCHUTZGEBIET „BISSINGHEIMER WÄLDCHEN“
An der Stadtgrenze zu Mülheim gelegenes Waldstück mit ca. 9,29 ha, das als westlichster Teil des großen Duisburg-Mülheimer Waldes an Bahngelände und Siedlungen angrenzt und vom eigentlich Duisburg-Mülheimer Wald durch die Autobahn A3 getrennt ist.
Es handelt sich um ein Niederungsgebiet mit Bruchwaldaspekten, die in trockeneren Abschnitten in Birken-Eichenwald-Partien übergehen, im Süden teils mit Buchen vermischt. Charakteristisch wird die Krautschicht durch Farne, inbesondere Adlerfarn, und Brombeeren dominiert. Junghölzer, auch von Ahorn, bilden stellenweise recht dichte Bestände.
Die Bruchwaldbereiche – bereits vorhandene Birkenbruchabschnitte und weiter in Entwicklung begriffene Feuchtbereiche, teils mit dominanter Schwarz-Erle – sind durch jahrzehntelange Entwässerung ehemals trockener geworden und werden jetzt mittels Wasserstau wieder vernässt, wodurch sich die Bruchwald-Vegetation wieder stärker ausbreitet.

Eine bedeutende Struktur des Gebietes besteht ferner in Bombentrichtern, die sich zu Waldtümpeln, teils auch zu Bruchgewässern entwickelt haben. Der zentrale Bereich besteht aus einem extrem nassen Birkenbruch mit flächig ausgeprägter Torfmoosschicht, welche die besondere Schutzwürdigkeit des Gebietes hervorheben. Die seltene und gefährdete Bruchwald-Vegetation und -Flora ist hier gut entwickelt und in weiterer Entwicklung begriffen, da Entwässerungsgräben durch naturschutzfachliche Maßnahmen deaktiviert wurden.
Das Gebiet hat eine große Bedeutung als Lebensraum für gefährdete Pflanzen- und Tierarten, Im Rahmen des Biotopverbundes weist das Gebiet als Trittsteinbiotop eine herausragende Bedeutung auf.
BESONDERHEITEN
- die Walzen-Segge
- der Königsfarn
- den Grünspecht und Mittelspecht
- große Bereiche mit Stechpalmenbewuchs (Ilex)
- Bombentrichter als Waldtümpel oder Bruchgewässer
Quelle: LANUV
Photos: © MMB/Below

![Bissingheimer Wäldchen [NSG DU-010] Bemooster Bruchwald](https://duisburg-journal.de/wp-content/uploads/2026/02/UH_MMB5927_-1024x768.jpg)