Duisburg dokumentiert sich selbst – ungeschönt, intensiv und zutiefst menschlich. Ab dem 24. Oktober 2026 präsentiert die cubus kunsthalle eine erweiterte Ausstellung, die einen so empathischen wie kritischen Blick auf die hiesige Sozialgeschichte wirft.
Im Zentrum des Projekts „DUISBURG HEIMAT 1972 | 2026“, das bereits im Rahmen des Platzhirsch Festivals auf dem Dellplatz für Aufsehen sorgte, steht der visuelle Dialog zweier Fotografengenerationen.

Frank B. Napierala richtet die Linse auf ein radikal verdrängtes Kapitel unserer Stadt: die Anfang der 1970er-Anfang vollends verschwundene Obdachlosensiedlung „Im Gleisdreieck“. Seine historischen Porträts von 1972 dokumentieren nicht nur die prekären Lebensbedingungen und die damalige Ausgrenzung durch die Stadtgesellschaft. Sie transportieren vor allem die Würde, den Stolz und den unbedingten Zusammenhalt der dort lebenden Familien.
Diesem historischen Dokumentarismus wird die Gegenwart gegenübergestellt. Der renommierte Fotograf Toby Binder zeigt mit seiner aktuellen Serie „#053kids“ den Alltag von Jugendlichen im strukturell herausgeforderten Stadtteil Duisburg-Hochfeld. So entsteht ein spannungsvoller Bogen über fünf Jahrzehnte Duisburger Realität, der Fragen nach Heimat, Armut und sozialer Identität völlig neu verhandelt.
Feierliche Vernissage am Samstag, den 24.10.2026 um 16:00 Uhr
Besucher erwartet ein facettenreicher Abend an der Schnittstelle von Fotografie, Duisburger Sozialgeschichte und Musik. Beide Künstler, Frank B. Napierala und Toby Binder, werden zur Eröffnung persönlich anwesend sein und durch diesen intimen Kosmos urbanen Lebens führen.
Ein Pflichttermin für alle, die das echte, unpolierte Duisburg verstehen wollen.
WO?
cubus kunsthalle, duisburg
Friedrich-Wilheim-Str. 64 / Im Kantpark
47051 Duisburg
Laufzeit der Ausstellung: 24.10. bis ….
Quelle: cubus kunsthalle, duisburg
Photos: © Frank B. Napierala
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