Die Renaturierung der Emscher-Mündung in den Rhein bei Dinslaken und Voerde ist eines der symbolträchtigsten Leuchtturmprojekte im Rahmen des blaugrünen Umbaus der Emscher. Als Krönung der Neugestaltung entsteht im kommenden Jahr auf der Südseite der Emscher und direkt am Rhein eine ganz besondere Landmarke, die als städtebauliches Ausrufezeichen – sicht-, erleb- und begehbar – die Bedeutung der Emscher-Revitalisierung würdigt.
Bewusst erinnert die Form des „Emscher-Leuchtturms“ an ein in den Himmel emporragendes Kanalrohr, denn erst die von der Emschergenossenschaft verlegten Kanäle ermöglichten die Abwasserfreiheit in der Emscher und somit ihre ökologische Umgestaltung. Baubeginn für den Emscher-Leuchtturm ist im kommenden Februar.
Begehbare Skulptur symbolisiert die Abwasserfreiheit
Die Landmarke bildet im Verlauf des Flusses den „Endpunkt“ der Emscher und gleichzeitig den „Höhepunkt“ des Generationenprojektes Emscher-Umbau, den die Emschergenossenschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten plante und umsetzte.

„Der begehbare Turm wird den Besucherinnen und Besuchern der Emscher-Mündung künftig einen spektakulären Ausblick über die neu geschaffene Auenlandschaft und auf den Rhein bei Dinslaken und Voerde bieten. Aufgrund ihrer spektakulären Optik besitzt die Landmarke das Potenzial, nicht nur zu einem beliebten Fotomotiv, vor allem nachts, zu werden – sondern zu einem Wahrzeichen der Region weit über ihre Grenzen hinaus“,
– sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.
Baustart ist im Februar 2027 auf der Südseite der neuen Mündung
Die Skulptur wurde in enger Abstimmung mit den beiden Mündungskommunen Dinslaken und Voerde erarbeitet.
„Die Landmarke unterstreicht den städtebaulichen Impuls, der von der Renaturierung der Emscher ausgeht und weit über die Wasserwirtschaft hinausreicht. Für unsere Stadt und für die touristische Entwicklung an der Emscher-Mündung ist der ,Leuchtturm‘ ein Gewinn“,
– sagt Simon Panke, Bürgermeister der Stadt Dinslaken.
„Durch die Nordverlegung des Mündungsbereiches in den Rhein ist Voerde Mitgliedskommune bei der Emschergenossenschaft und Teil der Emscher-Familie geworden. Wir sind stolz darauf, dass wir den geographischen Endpunkt des Generationenprojektes Emscher-Umbau bilden. Die neue Landmarke erzeugt Strahlkraft und wird damit auch für unsere Stadt zu einem weiteren Aushängeschild.“
– ergänzt Dirk Haarmann, Bürgermeister der Stadt Voerde.
Emscher-Leuchtturm symbolisiert den Fluss, seine Renaturierung und seine Anrainer
Die Höhe des Tragkörpers leitet sich von der Länge der Emscher im Maßstab 1:5000 ab. Daraus ergibt sich bei einer Flusslauflänge von 83,1 Kilometer eine Gesamthöhe von 16,62 Meter. Der Durchmesser des Tragkörpers (ganz unten: 1,40 Meter / ganz oben: 2,80 Meter) ergibt sich aus den kontinuierlich ansteigenden Rohrdurchmessern eines Abwasserkanals.
Um den „Kanal-Turm“ herum befinden sich insgesamt 17 Ringe – von denen 15 deutlich als solche sicht- und erkennbar sind. Jeder Ring stellt eine Stadt dar, welche am Emscher-Umbau beteiligt war. Die Reihenfolge der Ringe ergibt sich aus der Lage der Städte an der Emscher, von der Quelle im Osten der Region (Holzwickede) bis zur Mündung (Voerde als nordwestlichster Zipfel des Emscher-Gebietes). Holzwickede als Emscherquellstadt ist in der Bodenebene angeordnet, während der nordwestlichste Mündungsbereich der Emscher in den Rhein (bei Voerde) als zu begehende Plattform ausgebildet wird und den Höhepunkt des Turms darstellt. Das Begehen der Landmarke symbolisiert somit eine Reise von der Quelle der Emscher bis zu ihrer Mündung – vertreten sind die Städte Holzwickede, Dortmund, Witten, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne, Herten, Gelsenkirchen, Bochum, Gladbeck, Bottrop, Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Duisburg, Dinslaken und Voerde.
Die Treppe wickelt sich mäanderartig um die verschobenen Ringe und mündet final auf dem zu begehenden Aussichtspodest. Somit sind alle dargestellten Kommunen optisch „leichtfüßig“ miteinander verbunden. Der mäandernde Verlauf der Treppe steht dabei für die naturnähere Modellierung der einst technisch stark begradigten Emscher-Trasse.

Das Kunstwerk wird mit einer sensiblen, regenerativen sowie artenschutzgerechten Beleuchtung inszeniert. Die jahreszeitliche Anpassung sowie ein spezielles Farbspektrum werden hierbei berücksichtigt. Durch die dezente Beleuchtung wird die Bedeutung des identifikationsbildenden Generationenprojektes, in dessen Rahmen die Emscher-Mündung als „Leuchtturmprojekt“ blaugrün umgestaltet wurde, zeitgemäß unterstrichen. Ein spezielles Lichtkonzept wurde dazu eigens durch einen Fachplaner erstellt.
Emscher-Leuchtturm als Landmarke an der Emscher-Mündung
Der Emscher-Leuchtturm wird in Anlehnung an das Generationenprojekt Emscher-Umbau bewusst an ein Kanalrohr erinnern. Die Ringe rund um die begehbare Landmarke symbolisieren die am Emscher-Umbau beteiligten Städte. Die Emschergenossenschaft wird den Emscher-Leuchtturm ab Februar 2027 auf der Südseite der Mündung am Rhein bauen.
Quelle: Emscher-Lippe-Genossenschaft (EGLV)
Photo/Illustraionen: © EGLV
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