Das Sonderforschungszentrum des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS-SOFO) startet am 7. September 2026 mit einer wissenschaftlich und politisch renommiert besetzten Eröffnungsveranstaltung in Berlin. DIFIS-SOFO wird von der Universität Duisburg-Essen und der Universität Bremen getragen, in enger Kooperation mit weiteren Partnern aus der deutschen Sozialpolitikforschung.
Das Sonderforschungszentrum wird über acht Jahre durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit 56 Mio. EUR gefördert.
Wie wirken Schlüsseltechnologien auf Sozialpolitik?
Die zentralen Forschungsfragen: Wie wirken Schlüsseltechnologien und mit ihnen verbundene gesellschaftliche Megatrends auf soziale Risiken und sozialpolitische Institutionen, und wie kann Sozialpolitik diese Veränderungen mitgestalten? DIFIS-SOFO wird über acht Jahre durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit 56 Mio. EUR gefördert. Die Fördermittel verteilen sich auf die beteiligten Forschungspartner.
Neue Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik, Quantentechnologien, Biotechnologien und Energietechnik transfomieren Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft. Wie sich dadurch gesellschaftliche Institutionen und soziale Risiken verändern und wie Sozialpolitik diese Entwicklungen mitgestalten kann, erforschen Wissenschaftler:innen im neu gestarteten Sonderforschungszentrum des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS-SOFO). Zentral beteiligt sind Prof. Dr. Christoph Bieber und Prof. Dr. Ute Klammer von der Universität Duisburg-Essen (UDE) sowie Prof. Dr. Tanja Klenk und Prof. Dr. Frank Nullmeier von der Universität Bremen (UB). DIFIS-SOFO wird von beiden Universitäten getragen, in enger Kooperation mit zahlreichen weiteren Partnern aus der deutschen Sozialpolitikforschung.
„So wie Schlüsseltechnologien auf leistungsfähige technische Infrastrukturen angewiesen sind, braucht auch die prospektive Sozialpolitikforschung zu Schlüsseltechnologien eine eigene wissenschaftliche Infrastruktur. Mit dem DIFIS-SOFO schaffen wir genau diese Grundlage: Wir stellen Daten, Wissen und wissenschaftliche Orientierung bereit, entwickeln die dafür notwendigen Methoden weiter und bauen dauerhafte Netzwerke zwischen Sozialpolitikforschung, Technikwissenschaften sowie Politik und Praxis auf“.
– erläutert die Bremer Co-Leiterin Prof. Dr. Tanja Klenk.

„DIFIS-SOFO startet mit 18 Leadprojekten in den vier Forschungsbereichen Arbeitswelten, Organisationswelten, Lebenswelten und Diskurswelten. Später kommen weitere Projekte hinzu. Die Forschungsteams untersuchen, wie Schlüsseltechnologien die Sozialpolitik verändern. Mit DIFIS-SOFO wollen wir die Sozialpolitikforschung in Deutschland strukturell stärken, exzellente Wissenschaft und interdisziplinären Austausch fördern und zu einer evidenzbasierten Politikberatung beitragen“.
– erklärt Prof. Dr. Christoph Bieber von der Universität Duisburg-Essen das weitere Vorgehen.
Projektförderung
DIFIS-SOFO wurde durch das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der UDE und das SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen eingeworben. Es ist für eine Laufzeit von acht Jahren bewilligt und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit 56 Mio. EUR gefördert, die auf alle Projektpartner verteilt werden. Finanziert wird das Sonderforschungszentrum aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) der Bundesregierung. Das BMAS setzt damit einen Teil der Hightech-Agenda um.
Eröffnung von DIFIS-SOFO am 7. September 2026 in Berlin
Das Sonderforschungszentrum des Deutschen Instituts für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS-SOFO) startet am 7. September 2026 mit einer Eröffnungsveranstaltung in Berlin mit renommierten Gästen aus Wissenschaft und Politik.
Programmhighlights:
– Begrüßung durch Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin im BMAS
„Welche Folgen haben Schlüsseltechnologien für die Sozialpolitik?“ Vortrag der Wissenschaftlichen Leitung des DIFIS-SOFO
– Podiumsdiskussion zum Thema „Schlüsseltechnologien, Innovationen und gesellschaftlicheTeilhabe: Die Rolle des Sozialstaats in der technologischen Transformation“ mit: Prof. Katharina Hölzle (Geschäftsführende Institutsleiterin des Fraunhofer IAO), Nermin Fazlic (Leiter der Grundsatzabteilung im BMAS), Prof. Tanja Klenk (Wissenschaftliche CoLeitung des DIFIS-SOFO), Prof. Christoph Bieber (Universität Duisburg-Essen).
Anmeldung und Programm: Klicken Sie hier .
Quelle: Universität Duisburg
Photos: © Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, © Mareen Meyer/ CAIS
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