Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am heutigen Dienstag (21.04.) im Schloss Bellevue Vertreterinnen und Vertreter von Lokalzeitungen zu einem Austausch empfangen. Damit setzte er ein Zeichen der Wertschätzung im Vorfeld des Tags des Lokaljournalismus, der am 5. Mai stattfindet.
Rund 20 Journalistinnen und Journalisten haben an dem Treffen teilgenommen. Hinter der Initiative stehen IPPEN.MEDIA sowie die dpa und Highberg als Partner des Verlagsprojekts DRIVE.

„Lokalzeitung ist eben immer auch ein ganz wichtiges Stück Heimat und Lokalzeitung steht für ein besonderes Verhältnis zu ihren Lesern. Ohne Lokaljournalismus gibt es kein gemeinsames Fundament vor Ort. Ein gemeinsames Fundament, was jede Demokratie braucht. Demokratie lebt eben nicht allein, aber lebt eben auch und ganz besonders von gutem Lokaljournalismus. Lokaljournalismus ist eben nicht nice to have, sondern es ist eine der Säulen, die die offene Gesellschaft der Demokratie trägt und stabil hält.“
– sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei dem Treffen weiter.
Der Tag des Lokaljournalismus ist eine Initiative von IPPEN.MEDIA sowie der dpa und Highberg als Partner des Verlagsprojekts DRIVE. Rund 100 Zeitungstitel im gesamten deutschsprachigen Raum beteiligen sich, ebenso der Verlegerverband BDZV. Für den 5. Mai sind zahlreiche Aktionen vor Ort im Verbreitungsgebiet der einzelnen Medien geplant. Am 30. April kommt zudem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem Dialog mit Leserinnen und Lesern nach Salzwedel. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die Schirmherrschaft über den Tag des Lokaljournalismus übernommen.
Am Austausch mit Steinmeier nahmen Medienschaffende von Chefredakteurinnen und Chefredakteuren bis hin zu Volontärinnen und Volontären teil. IPPEN.MEDIA-Chefredakteur Markus Knall, der bei dem Treffen mit dem Bundespräsidenten anwesend war, sagt: „Mit dem Empfang von 20 jungen Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten stellvertretend für tausende von Kollegen in regionalen und lokalen Verlagen hat der Bundespräsident die Bedeutung des Lokaljournalismus für die Gesellschaft unterstrichen. Diese Würdigung zeigt, dass der ‚Tag des Lokaljournalismus‘ ein Signal ist für eine nachhaltige Zukunft der regionalen und lokalen Berichterstattung“.
„Für alle Lokaljournalistinnen und -journalisten ist das ein besonderer Tag: Dass sich der Bundespräsident Zeit für uns nimmt und unsere Arbeit als wichtige Säule der Demokratie würdigt, halte ich für ein starkes Zeichen. Das Treffen sollte uns ermutigen, nah an den Menschen vor Ort zu bleiben“,
– sagt Katja Fleischmann von der dpa, die das übergreifende Verlagsprojekt DRIVE leitet.

In der Digital Revenue Initiative (DRIVE) arbeiten dpa und die Unternehmensberatung Highberg zusammen mit rund 30 regionalen Verlagen an der Steigerung digitaler Erlöse und an neuen Formen der Kooperation.
Über den Tag des Lokaljournalismus
Mit dem „Tag des Lokaljournalismus“ am 5. Mai 2026 wollen die regionalen Zeitungsverlage ihre Bedeutung und Leistungsstärke in einer zunehmend digitalen Medienwelt unter Beweis stellen. Initiatoren sind IPPEN.MEDIA sowie die dpa Deutsche Presse-Agentur und Highberg als Partner des Verlagsprojekts DRIVE.
Die im gesamten deutschsprachigen Raum geplante Kampagne richtet sich vorrangig an jüngere Zielgruppen und Familien. Zugleich soll es darum gehen, die Werbewirtschaft von den Qualitäten eines zeitgemäßen lokalen Medienangebots zu überzeugen. Die Aktion wird sowohl vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) als auch dem Verlegerverband Schweizer Medien und dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) unterstützt.
Weitere Partner sind die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit ihrem Lokaljournalistenprogramm, die Initiative Tageszeitung (itz) und die Initiative18 der Werbe- und Medienwirtschaft. Der Tag des Lokaljournalismus am steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.
Quelle: dpa
Photos: © Bernd von Jutrczenka/dpa

