Als erste Neuproduktion der Spielzeit 2026/27 feiern „Die Meistersinger von Nürnberg“ Premiere im Opernhaus Düsseldorf – anders als geplant allerdings nicht am 11. Oktober, sondern am Samstag, 17. Oktober, um 17.00 Uhr: Aufgrund der kurz vor Saisonbeginn festgestellten statischen Mängel im Bühnenturm des Opernhauses und der notwendigen Sicherungsmaßnahmen müssen mit Beginn der neuen Spielzeit mehrere Vorstellungen abgesagt bzw. verschoben werden.
Detaillierte Informationen zu daraus resultierenden Spielplanänderungen sind hier im Internet zusammengestellt.
Daniel Kramer, der an der Deutschen Oper am Rhein u. a. schon Korngolds „Die tote Stadt“ auf die Bühne brachte, ist mit der Inszenierung betraut: Der amerikanische Regisseur durchleuchtet in Wagners längster und vielleicht tiefgründigster Oper das breite Bild einer Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Tradition und Erneuerung.
Ursprünglich in der Mitte des 16. Jahrhunderts angesiedelt, holt Kramer die Geschichte in unsere Zeit: Der junge Walther von Stolzing liebt Eva, die nur den Sieger eines Meistersinger-Wettstreits heiraten darf. Da Walther die strengen Regeln nicht beherrscht, scheitert er zunächst. Doch der Schuster und Dichter Hans Sachs, humanistischer Dreh- und Lichtpunkt der reaktionären Stadtgesellschaft, erkennt Walthers Talent für die Kunst und versucht, in die erstarrten Regeln der Gemeinschaft hinein den Konflikt zwischen Tradition und Neuerung zu lösen. Gegen alle Widerstände und Beckmessereien gewinnt Walther schließlich den Wettbewerb durch Sachs’ Hilfe, verzichtet jedoch auf den Titel und verlässt gemeinsam mit Eva das Feld.

Es war ein langgehegter Wunsch von Axel Kober, dem langjährigen Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, Richard Wagners Meister-Werk zur Premiere zu bringen, was ihm aus familiären Gründen zurzeit leider nicht möglich ist. Daher übernimmt Christoph Gedschold – ebenfalls ein Wagner-Experte an führenden europäischen Opernhäusern und auch mit den Düsseldorfer Symphonikern bestens vertraut – die musikalische Leitung für Axel Kober, für den im November noch zwei Vorstellungen vorgesehen sind.
An der Seite erfahrener Wagner-Interpreten wie James Rutherford (Hans Sachs) und Hans-Peter König (Veit Pogner) geben profilierte Gäste und Solist*innen aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein ihr Rollendebüt – etwa Daniel Frank (Walther von Stolzing), Anke Krabbe (Eva), Christoph Pohl (Sixtus Beckmesser), David Fischer (David), Anna Harvey (Magdalena) und Bogdan Baciu (Fritz Kothner).
Quelle: Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg
Photo: © Jens Wegener
Illustration: © Moritz Blumentritt
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